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FR.22.02

Albrecht von Graefe und seine Nachfahren

Herde J.
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale

Albrecht von Graefe (22.5.1828 – 20.7.1870), das fünfte Kind von C. Ferdinand v. Graefe und seiner Frau Auguste, geb. von Alten, wurde dank seiner sicheren familiären Situation, seiner exzellenten intensiven Ausbildung, seines außerordentlichen Wissens- und Forschungsdranges und seiner humanitären Einstellung zum bedeutendsten, revolutionierenden Ophthalmologen des 19. Jahrhunderts. Das Leben von A. v. Graefe und seiner Ehefrau Anna Adelaide Pauline, geb. von Knuth (15.3.1842 – 22.3.1872) wurde durch die fortschreitende Lungentuberkulose viel zu früh beendet, war er doch bereits bei der Eheschließung krank. Den wenigen gemeinsam verlebten Jahren wurde durch wiederholte Krankheitsschübe und Kuren noch Zeit geraubt, wenngleich Anna sich stets an der Pflege beteiligte. Von fünf geborenen Kindern starben zwei im frühen Säuglingsalter. Aus der Ehe der ältesten Tochter Anna v. Graefe (18.6.1863 –19.12.1939) mit Erich Svantus von Bonin gingen 8 Kinder hervor (5 Jungen, drei Mädchen). Es leben noch Nachfahren in dritter und vierter Generation. Die zweitgeborene Tochter Olga von Graefe (18.6.1866 – 11.11.1949), verheiratet mit Maximilian von Mitzlaff, hatte eine glückliche, wenn auch kinderlose Ehe geführt. Nach Maximilian’s Abschied von der militärischen Laufbahn lebten sie auf dem erworbenen Waldgut Vossberg/Hinterpommern. Der frühe Tod ihres Ehemannes tat ihrer karikativen und sozialen Zuwendung gegenüber Verwandten und Freunden keinen Abbruch. Zunehmende gesundheitliche Probleme, insbesondere die progrediente Seheinbuße bis zur völligen Erblindung, waren Ursache des furchtbaren schicksalhaften Leidensweges. Olga starb in einem Potsdamer Altersheim. Vom einzigen Sohn von Albrecht von Graefe – Carl Albrecht von Graefe (1.1.1868 – 17.4.1933) und seiner Gemahlin Freiin Sophie, geb. von Blomberg (6.10.1874 – 11.1.1938) entstammen drei Söhne – Knut v. Graefe (22.3.1899 – 25.12.1955), Axel von Graefe (25.7.1900 – 1946) und Hans v. Graefe (12.2.1903 – 27.4.1954) sowie die Tochter Blida, verh. Heynold von Graefe (18.12.1905 – 16.5.1999). Blieb die Ehe von Knut ohne Nachfahren, so erfreuen sich Axel’s zwei Söhne Sven und Wulf sowie Kirstin, Tochter von Sven, noch guter Gesundheit. Die Nachkommen von Hans v. Graefe, Hanns Albrecht von Graefe (*1.1.1936), verh. mit Adelheid, geb. Freiin v. Richthofen (*17.10.1939) schenkten drei Söhnen das Leben. Sie sind stolze Großeltern von vier Enkelkindern. Gudula von Graefe verstarb bereits 2002. Dr. Ingolf v. Graefe (*5.10.1943) ist als Facharzt für Innere Medizin und Hämatoonkologie tätig und hat mit seiner Ehefrau Hyma, geb. Gräfin zu Innhausen und Knyphausen (*26.6.1952) vier Kinder. Die noch existierenden Ur-, Urur- und Urururenkelgenerationen von Albrecht von Graefe setzen die akademische von Graefe’sche Tradition fort. Entsprechend des veränderten Zeitgeistes ist bei den Ehefrauen seit Mitte des 20. Jahrhunderts ebenfalls eine berufliche Laufbahn zu verzeichnen. Parallelen bestehen in der Familientradition der zwei Vetter von Albrecht von Graefe, Alfred Graefe – erster Ordinarius für Ophthalmologie in Halle und Eduard Graefe – Senatspräsident zu Berlin.

 
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